Adi Hirschal über Humor, Lokalentscheidungen & sein Sommerprogramm 2015

Der beliebte und äußerst vielseitige Künstler und frischgebackene Professor Adi Hirschal ließ uns zum MännerMonatMai etwas in seinen Alltag und auch ein wenig in seine Männerseele blicken:

Herr Hirschal, Sie beleuchten in Ihrem aktuellen Solo-Programm „Caveman – du sammeln, ich jagen“ die Mann/Frau Situation im Beziehungsalltag -  und das mit viel Humor! Erkennen Sie sich in manchen Situationen selbst? 
Eine seltsame Geschichte: Ich spiele Mann UND Frau. Manchmal stimme ich mit TOMMY überein, dann wieder mit  BIRGIT, was beweist, dass wir alle alles in uns vorfinden können. Es gibt Männer die sind echte Plaudertaschen, was man gemeinhin den Damen zuschreibt, und es gibt wortkarge Frauen, eine Eigenschaft die man eher den Männern zuordnet. Auf jeden Fall lernt jede(r), den oder die andere(n) aber vor allem sich selbst kennen ... der therapeutische Faktor springt da förmlich ins Auge. Zum Humor: Er ist mein Lebensmittel ...

Mann & Genuss ist mit vielen Klischees behaftet. Blutige Steaks, Whisky, Zigarre, Bier … gilt das noch für den modernen, urbanen Mann?
Ich kann natürlich nicht für alle Männer sprechen, aber für mich gilt das noch. Ich liebe das alles sehr. Es gibt aber auch Phasen in denen ich die Askese suche. Soll heißen: Einfach wenig von allem und vorzugsweise Gemüse. Kein Brot! Nichtrauchen kann ich gut. Hab schon tausendmal aufgehört. Manchmal Bier statt Essen ...

Wer ist bei Ihnen zu Hause fürs Einkaufen der Zutaten zuständig bzw. wer steht mit dem Kochlöffel in der Küche um die Liebsten zu verwöhnen? Kurz gesagt: Wie sieht es mit der Rollenverteilung im Hause Hirschal aus?
Ich koche nicht gut, aber leidenschaftlich gerne. Es beruhigt mich. Ich probiere da so herum. Mein Frau nicht ... sie kann es.. Sie kocht nicht regelmäßig, da wir durch meinen Beruf  keinen geordneten Tagesablauf haben. Wenn aber gekocht wird, dann wird’s meistens ein Fest.

Die Hirschal´s möchten zum Essen ausgehen … wer trifft die Entscheidung, welches Lokal ausgewählt wird bzw. wessen Gusto wird vorgezogen? Mann oder Frau? … oder die Kinder?
Ich esse bis auf Innereien alles. Um es einzugrenzen: Ich bevorzuge gute Hausmannskost, meine Frau eher die leichte italienische Küche. Die Kinder muss man entschleunigen. Die Lokalentscheidungen treffe meistens ich.

Ohne welche gastronomischen Einrichtungen können Sie sich Wien nicht vorstellen?

Ohne den Wirt’n um’s Eck, den Heurigen, das Kaffeehau ...

Kramen Sie für uns ein wenig in Ihren Kindheitserinnerungen: Welche Küchendüfte und Gerichte aus Mutter’s oder vielleicht auch aus Oma’s Küche haben Sie besonders gemocht?
Als kleiner Bub hab ich von der Eckbank aus meine Mutter voller Hingebung beim Kochen beobachtet. Sie war unglaublich begabt und hat weltmeisterlich gekocht. Bodenständiges! .Eigentlich war alles zum Hinknien. Absolute Lieblingsspeise aber waren ihre Kärntner Kasnudeln. Eh klar... als Kärntnerin.

Auf welche Adi Hirschal - Aktivitäten dürfen wir uns heuer noch freuen?
Ich spiele derzeit mein komisches Beziehungsdrama CAVEMAN. Ein Solo. Alles was man wissen muss über Frauen und Männer. Ich bereite die Präsentation einer neuen Single vor und bin bereits in der Zielgeraden zur Premiere der beiden heurigen Sommerproduktionen. Beide toll! „Hamlet“ in einer Neudichtung von Franzobel fürs Wiener Lustspielhaus Am Hof und das Songdrama „Ewig Jung“ von Erik Gedeon, eine österreichische Erstaufführung in der ich mit meiner Tochter Maddalena auf der Bühne stehen werde. Wo? In der wunderbaren Parkanlage von Laxenburg im Burghof der Franzensburg.


Foto: Adi Hirschall