Süße Festtagsweine aus Rust

Ganz Österreich erlebte einen einzigartigen, goldenen Herbst, und auch am Ufer des Neusiedler Sees schüttete die Natur ihr Füllhorn aus und lieferte grandiose Bedingungen für die Entstehung des flüssigen Goldes, der Süßweine. Für die leidenschaftliche Süßwein-Winzerin Heidi Schröck war die Botrytis dieses Jahrgangs so perfekt wie noch nie zuvor.

Die perfekte Botrytis
„So einen Jahrgang habe ich noch nicht erlebt! Angefangen von Furmint über Welschriesling und Grauburgunder bis hin zum Sauvignon Blanc – sämtliche Trauben waren durchgängig von der wunderbaren Botrytis überzogen“, freut sich Heidi Schröck, die heuer bereits ihren 27. Jahrgang vinifizierte.

Jedes Jahr im Spätherbst, nach der Ernte der Trockenweine, erwartet die Ruster Winzerin mit Spannung die Entwicklung der Edelfäule. Hohe Feuchtigkeit im Boden und warme Tagestemperaturen sorgen für die entsprechenden Umgebungsbedingungen – die Region um den Neusiedler See ist dafür prädestiniert. Sind die Traubenhäute schließlich durch die Reife dünn und weich, werden sie besonders empfänglich für den Befall durch Botrytis. Der Edelschimmel lässt die reifen Beeren schrumpfen und den Wasseranteil des Traubensaftes verdunsten. Was zurückbleibt, ist der pure Geschmack. Als heuer zwischen 10. und 20. September die Trockenweine geerntet wurden, zeigten die Trauben jedoch noch keine Anzeichen für eine beginnende Botrytis. Ganz Österreich freute sich über den prächtigen sonnigen und trockenen Herbst. Doch für die Botrytis waren diese Bedingungen gar nicht ideal.... Entsprechend stieg die Spannung auf dem kleinen Ruster Weingut.

 

Optimale Wetterbedingungen & Traubenernte hoch Zwei 

Anfang Oktober war es dann soweit. Kurze aber heftige Regenfälle rund um den Neusiedler See sorgten für die nötige Feuchtigkeit. Gleich darauf wurde es wieder warm und das „Mirakel der Süßweine“, wie Heidi Schröck die Entstehung der Botrytis gerne nennt, nahm seinen Anfang. Morgendlicher Nebel rund um den See und strahlender Sonnenschein tagsüber ließen den Edelpilz wachsen und gedeihen. Damit die Vögel der Ernte nicht zuvorkommen konnten, wurden die Weinreben mit Netzen schützend „eingepackt“. Anfang November waren aber alle Vögel weg und die Netze konnten gehoben werden, damit der Wind die Trauben noch besser trocknen konnte. Ungewöhnlich hohe Nachttemperaturen von bis zu 17° und ein fönartiger Wind an drei Tagen waren schließlich mehr als ideal. „Während dieser Tage hatte ich immer die Worte meines Vaters im Ohr: Du musst geduldig warten, bis der warme Wind kommt – dann sind die Trauben perfekt für Süßwein“, erinnert sich Heidi Schröck. Im Vergleich zum Vorjahr konnte heuer die doppelte Menge an Süßwein-Trauben geerntet werden.

Derzeit gären die fruchtig-süßen Moste in kleinen Holzfässern. Zwischen 12 und 36 Monaten werden sie anschließend im Holzfass reifen. Je nach Süße und Entwicklungsphasen werden die Süßweine des Jahrgangs 2015 frühestens im Herbst 2016 gefüllt, viele werden allerdings erst im Jahr 2018 auf den Markt kommen.


Das süße Festtagspaket
Je höher das Prädikat, umso länger brauchen die Weine, um in die perfekte Trinkreife zu gelangen. Heidi Schröck freut sich, derzeit sogar einen Ausbruch aus dem Jahrgang 2002 anbieten zu können. Durch die lange Reifezeit im Fass, hat sich die Süße in diesem sehr konzentrierten Wein bereits harmonisch eingebunden, sodass auch dieser Ausbruch mittlerweile ein spannender Speisenbegleiter ist.
Gemeinsam mit zwei etwas jüngeren und ebenfalls balancierten Süssweinen ist er derzeit als hochwertiges Geschenk erhältlich:

Die Spätlese 2013 ist ein idealer Partner zu geräuchertem Wels, zu Hummer, zur zarten Säure von Tomaten, Marillen, Limetten oder Maracuja sowie zur Schärfe von Ingwer oder Chilli, zu Fenchel oder gereiftem Hartkäse.
Die Beerenauslese 2014 passt wunderbar zu Sardellen, Salzmandeln, mit Chili gegrillten Garnelen oder Rosmarin-Bratkartoffeln und Pfeffer-Pecorino.
Nach dreizehn Jahren Reife wird der Ruster Ausbruch 2002 zum perfekten Begleiter für eine würzig gebratene Gans, zum zarten Pfeffersteak, er harmoniert mit gerösteten Haselnüssen, reifen Bananen, Orangen und Blauschimmelkäse.

Das exklusive und liebevoll gestaltete Paket ist ab Weingut sowie bei WEIN & CO um 89,99 Euro erhältlich.

Über das Weingut Schröck
Das Weingut Schröck in Rust besteht seit dem Ende des 18. Jahrhunderts. Heidi Schröck, einst Winzerkönigin und stets Vorzeige- und Pionierweinbäuerin bewirtschaftet 10 Hektar Weinberge in der berühmten Winzerstadt Rust. Dank der natürlichen Bedingungen des Neusiedler Sees ist der Ort eine der wenigen Appellationen weltweit, die für Süßweine berühmt wurde. Der entzückende malerische Hof des Weinguts Schröck stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde liebevoll und bedachtsam renoviert. Schröck-Weine werden in alle Welt exportiert und in Spitzenrestaurants angeboten.

 

Weingut Schröck
Heidi Schröck
Rathausplatz 8
7071 Rust
Tel. 02685 229

Mail: heidi@heidi-schroeck.com

www.heidi-schroeck.com

 


Fotos: Wein & Co, Steve Haider