Im Schaumweinhimmel

Ebner-Ebenauers exklusiver Jahrgangssekt wird vom amerikanischen Fachmagazin Wine Enthusiast unter die großen Champagner-Prestigecuvées gereiht. Ein wunderbarer Erfolg auch für die gesamte Sekt produzierende Branche Österreichs.

Das Timing hätte besser nicht sein können. Denn gerade erst wurde eine Klassifizierung für Sekte verabschiedet, weil die österreichischen Qualitäten längst mit denen der großen französischen Schaumweinhäuser mithalten können. Damit, dass ein inländischer Sekt in einem internationalen Ranking auch gleich an so manchem prestigeträchtigen Champagner vorbeiziehen könnte, hatte man aber nicht gerechnet.

 

Die Rede ist vom Blanc de Blancs Zero Dosage 2008 des Weinviertler Winzerpaars Marion und Manfred Ebner-Ebenauer. Ihr nach der traditionellen Methode hergestellter Sekt aus ausschließlich Chardonnay-Trauben erhielt kürzlich vom renommierten US-Magazin Wine Enthusiast 95 von 100 Punkten und spielt damit in einer Liga mit Roederer, Dom Pérignon, Taittinger und Krug.

Der Blanc de Blancs ist der bisher bestbewertete österreichische Sekt des Fachmagazins, auch die aktuellen Weißweine der Ebner-Ebenauers wurden allesamt mit mindestens 91 Punkten bewertet.

 

Zum erst dritten Mal. Der Jahrgang 2008 ist der dritte Blanc de Blancs der Ebner-Ebenauers. Wie seine Vorgänger wurde er nach sieben Jahren auf der Feinhefe händisch degorgiert und ohne Schwefel und Dosage verkorkt.

Schon bei Gault&Millau Österreich erhielt der Sekt die Bestnote, mit den 95-Wine-Enthusiast-Punkten legt er jetzt international ein Schäuferl nach.

 


Willi Klinger, Chef der Österreich Wein Marketing: „Ebner-Ebenauers Sekt ist tatsächlich Weltklasse und ich freu mich wahnsinnig, dass wir nun auch mit unseren Schaumweinen international aufrücken. Einfach phantastisch!“

Die Machart des Blanc de Blancs. 100 % Handlese gilt wie für alle Weine der Ebner-Ebenauers auch für den Blanc de Blancs, dessen Chardonnay-Trauben auf einem kalkreichen Lössboden wachsen.

Nach der Ganztraubenpressung wird der Most in gebrauchten 500-l-Fässern spontan vergoren, je nach Jahrgang folgt über drei bis sechs Monate lang eine regelmäßige Batonnage (Aufrühren der Hefe). Eine malolaktische Gärung (Umwandlung der Äpfel- in Milchsäure) ist nicht erwünscht, damit der Sekt seine Frische bewahrt. Sieben Jahre auf der Feinhefe machen ihn so stabil, dass er mit keinerlei Schwefel in Berührung kommen muss. Nach dem manuellen Degorgieren (Entfernen des Hefepfropfens) wird er ohne Dosage verkorkt. „Unser Blanc de Blancs ist eine echte Naturschönheit“, so die begeisterte Sektmacherin Marion Ebner-Ebenauer.

 

Das Weingut Ebner-Ebenauer. Fünfzehn Hektar Rebfläche bewirtschaften Marion und Manfred Ebner-Ebenauer seit 2007 gemeinsam, sie teilen sich die Arbeit in Weingarten und Keller. Ihr größter Schatz sind die Weingärten mit ihren 30 bis 70 Jahre alten extrem tiefwurzelnden Rebstöcken.

Sämtliche Weine werden mit Lagenbezeichnung gefüllt, was hier bedeutet, dass sie von Rebstöcken mit einem Mindestalter von 30 Jahren kommen. Steht „Alte Reben“ am Etikett, dann sprechen Ebner-Ebenauers von 50 Jahren. Zukäufe gibt es keine, die gesamten Trauben kommen von den eigenen Flächen.

 

Den Lagen und ihren individuellen Charakteren im Wein gilt die ganze Aufmerksamkeit des Winzerpaares. Die wichtigsten und ausdrucksstärksten Rieden heißen Bürsting, Sauberg und Hermanschachern, ihre Weine beeindrucken durch große Lagerfähigkeit.

 

Da alte Rebstöcke sorgsam gepflegt werden wollen, wird jeder maschinelle Einsatz in Ebner-Ebenauers Weingärten so gut wie vermieden. Handarbeit und naturnahes Arbeiten bestimmen den Alltag. Seit 2008 werden systemische Dünger, Herbizide und Pestizide weggelassen und mit Ausnahme der früh geernteten Trauben alle Weine spontan vergoren. Mit dieser Arbeitsweise ging ein Qualitätssprung der Weine einher; ein Grund, warum das Winzerpaar nun einen Schritt weitergeht und die Bio-Zertifizierung anstrebt.


Hauptverantwortlich für die Weinbereitung ist Manfred Ebenauer, der sich mehr als „Weinbegleiter“ denn als Weinmacher versteht. „Er hat so ein unglaubliches Gespür für unsere Weine. Manfred kennt jeden Rebstock und schaut den Weinen im Keller am liebsten einfach zu.“ Dass hier auch so gut wie keine Pumpen zum Einsatz kommen und nur mit der Schwerkraft gearbeitet wird, versteht sich fast von selbst.

 

Die Hauptrebsorte der Ebner-Ebenauers ist der Grüne Veltliner, der in vielen Ausprägungen vinifiziert wird und über alle Phasen seiner Entwicklung Format zeigt. Spaß in der Jugend, wahre Größe in der Reife und grundsätzlich wunderbar lagerfähig. Durch das Alter der Rebstöcke zeigen die Wein auch schon zu Beginn sehr viel Lagencharakter. Einen Namen hat sich das Winzerpaar auch mit dem Pinot Noir gemacht, der ebenso wie ein Grüner Veltliner und ein Chardonnay im kleinen gebrauchten Holzfass ausgebaut wird und unter dem Label „Black Edition“ auf den Markt kommt.

 

The Wine Enthusiast. Der 1988 gegründete Wine Enthusiast ist eines der führenden Weinmagazine in den USA und erreicht mit seinen Online-Portalen, Newslettern und dem gedruckten Heft heute 2,3 Millionen Weininteressierte auf der ganzen Welt, das Heft knappe 800.000 Leser.

 

Die Weine und der Blanc de Blancs der Ebner-Ebenauers wurden von Anne Krebiehl MW bewertet.

 

 

Weingut Ebner-Ebenauer

Laaer Straße 5, 2170 Poysdorf

Telefon & Fax: +43 2552-2653, E-Mail: office@ebner-ebenauer.at

www.ebner-ebenauer.at

 

Blancs Zero Dosage 2008Blanc de 
Preis ab Hof: € 55

 

Erhältlich in Österreich bei Meinl am Graben und Marco Simonis, in der Schweiz bei Boucherville und in Deutschland bei Broeding.

 

 

Foto copyright Christof Wagner