Fr., 25. April 2014 - 06:58
http://www.verkehrsinfo.at

Zur Detailsuche

Archiv


Zu Martini: ganz schon gut, diese Gans!

Sie ist um den 11. November in aller Munde: die Martinigans. 


Seit einigen Jahren entdecken immer mehr heimische Gaststätten die "Ganslwochen", um Gourmets mit deftigen Gaumenfreuden an ihre Tische zu locken. Die Martinigans hat freilich schon eine jahrhundertelange Tradition. Im Jahre 1171 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Damals hatte sie allerdings einen anderen Zweck, als Feinschmeckern nach Osterkitz, Schwammerlzeit und Wildsaison einen weiteren Höhepunkt im kulinarischen Jahreskreis zu bieten. Zu Martini - dem Festtag des Heiligen Martin von Tours am 11. November - endete früher das bäuerliche Arbeitsjahr. Die Knechte erhielten ihren Lohn und bekamen als Draufgabe eine Gans. Vor der kargen Winterzeit musste die Geflügelschar stark dezimiert werden.
Der Brauch knüpft an die heidnischen Schlachtfeste der Erntezeit an und wurde vom Christentum übernommen. Neben der bekannten Martinigans gehören Martinsfeuer, Martinsgestampfe gegen böse Geister und der Martinstrunk vom neuen Wein zum Brauchtum um den 11. November, was besonders in Salzburg, Tirol, Ober- und Niederösterreich noch praktiziert wird. Und in meinem Geburtsbundesland im Salzkammergut hält sich noch ein anderer Brauch: Das "Kasmandelfahren". Nach altem Glauben sollen zu Martini die Kasmandel - kleine Bergmänner - von den verlassenen Almen Besitz ergreifen und in den Hütten überwintern. Am Vorabend des Martinstags ziehen Buben mit langen Stöcken und Kuhglocken lärmend von Haus zu Haus. Mit kleinen Gaben wollen die Bewohner die Dämonen gnädig stimmen.
Ein Lokalaugenschein in Gänseschritten durch Wien und Umgebung, über gan(s)z schön knusprigen Adressen:

 

Der Silberwirt 1050 Wien:
Im Silberwirt werden die  Martinigansl-Spiele von 29.10.-14. November abgehalten. Genüsslich treten am Teller auf: die gebackene Gänseleber in Walnusspanade auf Erdäpfel-Vogerlsalat mit Pfirsichröster € 8.80, gefolgt von der Ganslsuppe "Alt Wien" mit Gemüse und Gänseklein für 4,00 €, als Hauptdarsteller das 1/4 gebratene Martinigansl mit Vollkorn-Serviettenknödeln und Apfelrotkraut um € 14.80, sowie die urige Spielart: Silber‘s Ganslgröstl mit Speck, Jungzwiebeln, Ei und grünem Salat  für gschmackige € 9,80. 

 

marktachterlIm Marktachterl 1020 Wien:
Am Karmelitermarkt werden die Gänse „ganz schön gut" vom 8. November bis zum 13. November eingebraten. So gibt's: die gebratene Gänseleber mit Wacholder Brioche und Madeira Birne, eine gebundene Suppe der Gans mit Urkornknödel und der Hauptklassiker zu Martini, die Gans in geviertelter Portion mit Mango-Rotkraut und Waldviertlerknödeln und Mohnnudeln: als 3er Menüfolge mit Vorspeise: € 46,-, 3-Gang Menü mit Suppe: € 41,-. Vier Gänge zu € 51,4 und das komplette mit flüssigen Genussfolgen (Weinbegleitung) zu € 65.00.

 

Beim franz 1080 Wien:
Die Wiener Beisl-Größe Herr "Franz" serviert die eingemachte Ganslsuppe mit erstklassigen Bröselknöderln zu € 4.80. Eine geviertelte Gans von den burgenländischen Weiden zu € 17.50 mit herzhaften Erdapfelknöderln und Apfelrotkraut. Die eingegossene Gansleber in Schmalz und einer heißen Schwarzbrotscheibe zu € 11.50. Diese Köstlichkeiten rund um die Gans von der Weide gibt's zwischen dem 2.November bis in die erste Dezemberwoche hinein. Unbedingt reservieren, dann wird zeitgerecht das Bratgut aus dem Ofen genommen. Köstlich schon allein der Gedanke!  

 

jungwirtBeim Jung Wirt: In Göttlesbrunn, NÖ
Die Küchencrew brät wieder das zart & knusprige Martini-Gansl!  Nur frisch aus dem Rohr ist‘s wirklich gut, so der O-Ton des Kochs, Patron und Besitzers dieses edlen Fleckerls Gastronomie! Heuer wird es so serviert: mit Ananas-Rotkraut, Erdäpfel & Semmelknöderl, Rotweinbirne und diesem unwiderstehlichen Bratapfeljus. Aus den Gansl-Krägen wird die Ganslsuppe über viele Stunden eingekocht und am Schluss kräftig & sämig gerührt. Die köstlichen Lebern werden mit allerlei Kräutern ins Ganslschmalz eingelegt und sind, auf geröstetes Brot gestrichen und von einem Gläschen Beerenauslese begleitet, ein cremig-sinnlicher Genuss. Unbedingt Ihr Kommen anmelden! 

 

Autor & Bilder: Max von Merlot 


 

 

DER ZOLLER: Der Braten kommt nach Neubau…
 
Der Braten als kulinarisches Zentrum und Auftakt, gemütlich zusammenzusitzen und einen netten Abend gemeinsam mit Freunden oder Familie zu verbringen. Vorher einen Suppentopf auf den Tisch und nachher ein feines Dessert von der Karte, die außer Klassikern der österreichischen Küche ein paar Eigenkreationen aufweist, die auch einmal international inspiriert sein dürfen.
 Den Auftakt macht das klassische Gansl mit Erdäpfelknödel und Rotkraut, hausgemacht versteht sich. Diesmal aber nicht ein Viertel von der Gans für eine, sondern eine ganze für 4 oder 5 Personen. Auf Wunsch kann der Vorsitzende des Tisches das Tranchieren übernehmen. Dann kann die Gans im Ganzen zum Tisch kommen, ansonsten professionell zerteilt.
Im Herbst folgen Braten vom Wild, zum Beispiel Wildschweinbraten.
 
anstossenDas Zoller in Neubau bringt die Leute wieder zusammen an einen Tisch.
 
Reservierungen für Braten können rund um die Uhr per email an office@daszoller.at oder per Telefon 01 während der Öffnungszeiten Montag – Freitag (werktags) 11:00 – 01:00 Uhr (Küche bis 23:00) durchgegeben werden.


Der Zoller
Zollergasse 14
1070 Wien
Tel 01/8902566
Mo-Fr 11-01, Küche bis 23 Uhr
Sa, Sonn- u. Feiertag Ruhetag


 

Steigenberger Herrenhof: Gans to go

herrenhofDas Restaurant Herrenhof im Steigenberger Hotel Herrenhof bietet unter dem Motto “Sie haben die Gäste, wir liefern die Gans” rechtzeitig zur Martini-Gansl-Saison ein praktisches Service für Liebhaber knusprig gebratener Gänse. Vom 08.11.2010 bis 06.01.2011 heißt es „Gans to go“ – mit dem hoteleigenen Ganslexpress werden die servierfertigen Gänse samt reichhaltiger Beilagen und einer Flasche Rotwein auch zugestellt.

Herrenhof
Herreng 10
1010 Wien
Tel 01/53404913
Mo-Sa 6.30-10.30, 12-14.30 u. 18-22.30, So 6.30-11 Uhr

 

 

Gasthaus Hansy: Ein Wirtshaus mit Tradition

Wenn auch Sie am Praterstern beim Gasthaus HANSY mit der blaugrün gekachelten Fassade vorbeifahren und sich denken, "eigentlich müsste man da unbedingt einmal hineinschaun" dann gibt es für Sie am 10. und 11. November eine besondere Gelegenheit dies auch mal wahrzumachen. Ab 19 Uhr wird hier nämlich zum großen Ganslessen gerufen.

Am 10. und 11. Nov. 2010 um 19 Uhr
Großes Gansl-Essen im Gasthaus Hansy

Gänseleberpastete mit Apfelmousse

******
Klare Ganslsuppe mit Grießnockerl
Legierte Ganslsuppe

******
Vom Buffet

Gänseleberkäse
Bratwurst vom Gansl
Faschiertes Butterschnitzel vom Gansl
Beuscherl vom Gansl
gesurte und gebratene Martinigans
Rotkraut, Speckkrautsalat und saure Rüben
Erdäpfelknödel und Serviettenknödel

******

Cremiges Germknödel


Preis pro Person  € 32,-

 

Das besondere Gansl
Und Ganslessen beim Hansy bedeutet nicht nur den Verzehr vom klassischen Martini-Gansl mit den üblichen Beilagen oder die Gansleinmachsuppe, die natürlich auch zu haben ist. Beim HANSY findet sich auch "Schräges" auf der Ganslkarte: zum Beispiel die geröstete oder gebackene Ganslleber mit Butterreis" die schon eher seltener in Gasthäusern zu finden ist, wie das Ganslbeuscherl mit Butter–Grießknödel. "Faschierte Butterschnitzel vom Gansl mit Erdäpfelpüree" sind wohl einzigartig und dann das Highlight: "Bratwürste vom Gansl mit sauren Rüben und Rösti" und "Warmer Ganslleberkäse mit süßem Senf und Brezel". Und der Geschmack!

Am 10. und 11. Nov. 2010 um 19 Uhr Großes Gansl-Essen im Gasthaus Hansy 

Hansy
Ecke Heinestraße 42/Praterstraße 67
1020, Wien
Tischreservierungen unter: Tel 01 214 53 63
www.hansy-braeu.at
office@hansy-braeu.at