Zürichs Gaumenfreudenhaus „Milchbar“ verwöhnt neuerdings mit Einzimmerhotel der Luxusklasse


So schlafen sonst nur Könige: Über den Arkaden der Milchbar, versteckt und doch ganz nahe am Puls der Bahnhofstrasse ist ein einmaliges Hotelzimmer entstanden. Gastronom Michel Péclard hat hier einmal mehr einen Traum verwirklicht. Es ist der Luxusdampfer unter den Hotelzimmern mit dem bestem Boxspring-Bett, sündhaft teuren Daunen und echter Kunst. Einen Preis gibt es dafür nicht: Das Zimmer muss ersteigert werden. Und neu kann man die erlesenen Weine aus der Vinothek der Milchbar auch im Onlineshop bestellen.

Über dem Kopfkissen spielt der Faun auf seiner Flöte während sich der Gast unter eine Decke aus handverlesenen Eiderdaunen kuschelt – nur träumen muss man hier noch selber. Das Einzimmerhotel der Milchbar ist ein Gesamtkunstwerk. Bei der Einrichtung hat der Zürcher Künstler Max Zuber gezaubert, er ist berühmt für seinen üppigen und dennoch eleganten Stil. Antike Lampen, französisches Grün, dezentes Blau, gedämpftes Rot und eine Spiegelwand sorgen für ein harmonisches Raumambiente – auf den breiten Fenstersimsen laden Kissen zum Verweilen ein. Von hier blickt man direkt in die Arkaden mit dem riesigen Kronleuchter und rüber ins Restaurant Milchbar. Damit die Privatsphäre gewährleistet ist, schliesst sich – sobald der Gast seine Hotelkarte einsteckt – automatisch ein blickdichter Vorhang, der auf Wunsch natürlich wieder geöffnet werden kann.

In Quadratmetern gemessen mag das Zimmer nicht gross sein, dafür ist es grossartig, was die Schlafqualität angeht. Hier wurde nicht gespart: Das Boxspring-Bett von Vi-Spring gilt als Rolls Royce unter den Schlafliegen. Das Traditionshaus aus Devon in Südwestengland baut seit 1901 Luxusbetten, belieferte bereits die Titanic und bis heute 5-Sterne-Hotels und Königshäuser. Jedes Bett ist eine Einzelanfertigung aus den traditionellen Werkstätten. „Die Wolle der Shetland-Schafe wird sorgfältig von Hand auf der Matratze drapiert und alle verwendeten Materialien sind naturbelassen“, erklärt der Schlafberater Gregor Thaler, der die einmalige Bettenkomposition zusammengestellt hat. Nicht nur von unten ist man aufs Beste gebettet, man deckt sich auch mit Luxus zu: Mit sündhaft teuren Eiderdaunen. „Es ist von unten und oben die beste Qualität“, sagt der Bettenspezialist. „In dieser Kombination findet man das sonst kaum, auch nicht in 5-Sterne-Häusern.“ Bezogen ist das Bett in reinstem Leinen, der Rand ist mit einem Wollfaden von Hand abgenäht. Und wenn man aus der Dusche steigt, trocknet man sich mit erstklassigem Frottee aus dem Glarnerland ab. Den Preis bestimmt der Gast selber mit – das Zimmer kann nur ersteigert werden. Das Mindestangebot liegt bei 199 Franken, den Rest bestimmt die Nachfrage. Im Preis eingeschlossen ist eine Flasche Champagner und das Frühstück.

Vinothek: Jetzt auch online
Online kann man jedoch nicht nur das exklusive Hotelzimmer ersteigern, sondern sich auch erlesene
Milchbar-Weine aus der Vinothek nach Hause bestellen. Wer Wert auf persönliche Beratung legt, der sucht sich seinen Wein vor Ort in der Milchbar aus und lässt sich gleich vom charmanten Geschäftsführer und Sommelier Paul Blume beraten. Blume selektiert bewusst Weine neben dem Mainstream, es sind besondere Tropfen von kleinen und individuellen Weingütern im Raum Europa. Wichtig ist ihm dabei nicht nur das Innere einer Flasche, sondern auch das Äussere: Das Eitkett soll ansprechen und Lust aufs Probieren machen. Sein Wissen gibt Paul Blume regelmässig bei Themendegustationen in der Milchbar weiter: In lockerem Ambiente bei einem Dinner geht man dem Wein tief auf den Grund, fragwürdige Mythen werden entkorkt und in Vergessenheit geratene Etiketten entziffert.


Restaurant Milchbar – Zürich’s Gaumenfreudenhaus
In der Milchbar werden auch Morgenmuffel munter: Schon ab 5 Uhr weckt erstklassiges Koffein die Lebensgeister. Die aktuelle Barista-Schweizermeisterin Nina Rimpl sorgt für einzigartigen Genuss. Serviert werden nicht nur Klassiker mit perfektem Milchschaum, wie in Japan wird der Kaffee auch in Siphon-Maschinen zubereitet. Aroma, Temperatur und Intensität des Kaffees werden perfekt aufeinander abgestimmt – die Zubereitung ist eine hohe Kunst wie bei einer Teezeremonie. Gesunde Energie für den ganzen Tag kann man sich in der Saftbar holen. Hinter der Theke werden Frucht-, Gemüse- und Weizengrassäfte gepresst. Das Besondere an den grünen Power-Shots: Die jungen Triebe des Weizens enthalten einen aussergewöhnlichen Reichtum an Vitalstoffen, Vitaminen und einen hohen Gehalt an Antioxidantien – und gelten deshalb nicht nur bei Yogis als einen Schluck aus dem Jungbrunnen.


Delikatessen zum Geniessen oder Mitnehmen
Das Mittagsmenü richtet sich stets nach den marktaktuellen Gaumenfreuden. Und hinter den Tresen und in der Delikatessen-Boutique kann man sich selber das Beste ganz nach Gluscht zusammenstellen. Ob Käse, Schinken, Bündnerfleisch, Oliven, Kaviar: Vieles wird von kleinen Produzenten bezogen, die ihre Ware mit viel Liebe herstellen. Geniessen kann man dort, wo es einem am besten gefällt: Im Erdgeschoss, in der oberen Etage mit Aussicht auf den Zentralplatz mit dem gusseisernen Brunnen oder im Sommer draussen im Hof. Wer die Delikatessen mitnimmt, bekommt sie in edles Milchbar-Papier verpackt – so wird daraus ein besonderes Mitbringsel. Aufs Design mit blauen Fingerabdrücken wurde viel Wert gelegt. Mitnehmen kann man in der Milchbar aber nicht nur Essen und Wein, sondern auch das Geschirr und Mobiliar – alles ist auch zu kaufen. Für den einzigartigen Look des Lokals ist der Bühnenbauer Raphael Otto verantwortlich.
Vorläufig unverkäuflich bleibt der gigantische antike Kronleuchter, der in der Arkade hängt: Es ist ein Fundstück vom Pariser Flohmarkt.

 


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Milchbar – das Gaumenfreudenhaus und das Hotel
Kappelergasse 16
8001 Zürich
Tel. +41 (0)44 211 90 12
www.milchbar.ch
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 05.00 – 24 Uhr
Samstag: 08.00 – 24 Uhr
Sonntag 10.00 – 18 Uhr

Fotos: www.peclard.net